EKATO Rühr- und Mischtechnik: Rühraufgaben 

 

 

Dispergieren

Beim Dispergieren unterscheidet man drei Formen: bei der Dispergierung von Gas in einer Flüssigkeit soll ein möglichst hoher Stoffübergang erreicht werden. Typische Einsatzbeispiele sind Hydrierungen oder die Belüftung von Fermentern.
Das Dispergieren von festen Partikeln in einer Flüssigkeit findet man etwa bei der Verteilung von Pigmenten in Dispersionsfarben und Lacken. Das Einmischen von Feststoffpartikeln in Flüssigkeiten ist umso schwieriger, je feiner die Partikel sind und je größer die Oberflächenspannung der Flüssigkeit ist.
Das Dispergieren von zwei nicht mischbaren Flüssigkeiten benötigt man z. B. in der Polymerisation oder bei der Herstellung von Emulsionen. Bei diesen Anwendungen ist die Auslegung meist schwierig, hier sind immer Versuche am realen System notwendig.

 

 

 

 

 

Homogenisieren

Die Hauptaufgabe des Homogenisierens ist die vollständige Mischung von ineinander löslichen Flüssigkeiten. Bei dieser Rühraufgabe ist entscheidend, dass das gesamte Volumen des Rührbehälters umgewälzt wird und beispielsweise Additive gleichmäßig verteilt werden.
Konzentrations- und Temperaturgradienten im Behälter entstehen durch z. B. Produktzugaben, chemische Reaktionen oder Wärmezu- und –abfuhr. Ausschlaggebend für den Mischerfolg ist die Wahl des richtigen Rührorgans.
Mit Hilfe der EKATO-Spezialisten lässt sich jedoch fast jedes Mischproblem im Kundenlabor analysieren und eine Lösung finden.

 

 

Suspendieren

Neben dem Homogenisieren gehört das Suspendieren von Feststoffen zu den Hauptaufgaben der Rührtechnik.
Die Einsatzbereiche sind überaus vielfältig und reichen von der Aufwirbelung von Feststoffen für Löseprozesse bis hin zu hohen Suspensionsgüten für z.B. kontinuierliche Prozesse. Da die Rühraufgaben sehr unterschiedlich sind, gestaltet sich sowohl die Auswahl des richtigen Rührers, als auch das Scale-up oft als schwierig.

 

 

 

Wärmeübergang

Neben dem eigentlichen Stofftransport übernehmen Rührorgane bei manchen Anwendungen auch die Aufgabe des Wärmeübergangs. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Der Behälterinhalt muss instationär gekühlt oder aufgeheizt werden. Hier spielt der Energieeintrag durch den Rührer eine große Rolle.
Bei stark exothermen Reaktionen muss hingegen Wärme abgeführt werden. Hierbei hat sich eine Vergrößerung des Durchmesserverhältnis des Rührers bewährt, um hohe Wandgeschwindigkeiten zu erzielen. Mehrstufige Rührer haben sich ebenfalls ausgezahlt, wenn man einen hohen Wärmeübergang erzielen möchte.


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