Dänemark - Færch Plast
setzt auf neueste ZSK-Technologie.
Seit mehr als einem Jahr produziert die dänische Færch Plast GmbH, Holstebro, ihre glasklaren PET-Tiefziehfolien nun schon auf einer von Battenfeld Extrusionstechnik gesamt verantworteten Direktextrusionsanlage. Mit überzeugenden Ergebnissen, die sich u.a. an einer Verfügbarkeit von 98% und der hohen stippenfreien Folienqualität bemessen lassen und mit so großem Erfolg, dass jetzt eine zweite Linie installiert wurde, die schon nach drei Tagen einwandfreie Folien für die Weiterverarbeitung produzierte.


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Wie schon die erste Anlage, so konnte auch die neue PET-Tiefziehfolienlinie den Kunden erneut überzeugen. Mitverantwortlich dafür zeichnen auch einmal mehr zwei gleichlaufende zweiwellige Schneckenkneter vonCoperion Werner & Pfleiderer, die für die schonende Plastifizierung von ungetrocknetem Polyester optimal ausgelegt sind. Ein ZSK 119 MEGAcompounder PLUS als Hauptextruder und ein ZSK 70 MEGAcompounder als Coextruder – zwei hochproduktive Gleichläufer der jüngsten Generation, die sich im Vergleich zu ihren Vorgängern durch noch höhere Drehmomente und eine abermals optimierte Performance auszeichnen. So liegt bei optimaler Produktqualität die maximale Plastifizierleistung der Extruder zusammen bei 2.400 kg/h. Mehr Leistung, weniger Energie.
Die Effizienz der neuen Anlage hat aber nicht nur einen Produktivität steigernden, sondern auch einen Kosten senkenden Aspekt. So musste für die Verarbeitung von PET in konventionellen Anlagen das Granulat bisher bis zu 6 Stunden bei 160°C vorgetrocknet und kristallisiert werden, um den hydrolytischen Polymerkettenabbau während der Verarbeitung weitestgehend zu unterbinden. Die Möglichkeit, PET jetzt auch ohne vorherige Trocknung zu verarbeiten, stellt ein enormes Energiesparpotential dar. Denn während der Direktextrusion erfolgt die Trocknung nun direkt im Extruder. Mit einer optimal ausgelegten 3-stufigen Vakuumentgasungsanlage kann sowohl die Oberflächenfeuchtigkeit als auch das durch Hydrolyse entstehende Wasser aus dem Prozessraum abgezogen und somit der Polymerkettenaufbau optimiert werden. Auch weitere unerwünschte Nebenprodukte werden bei bis zu 2 mbar sicher aus der Schmelze entfernt, ohne dabei die Vakuumanlage in irgendeiner Form zu beeinträchtigen.
Viel Regenerat, kein Problem.
Die Beschickung der neuen Færch PET-Linie erfolgt direkt aus den Neuware- und Regeneratsilos, so dass bis zu 70% Regenerat ohne Qualitätseinbußen eingearbeitet werden können. Dank einer hochpräzisen, gravimetrischen Dosierwaage kann jede gewünschte Rezeptur eingestellt und somit schnell und problemlos auf sich ändernde Anforderungen reagiert werden. Darüber hinaus gewährleistet eine spezielle, an der ersten Anlage im Dauerbetrieb entwickelte und optimierte Steuerungssoftware den störungsfreien Betrieb der Anlage auch bei hohen Regeneratanteilen.
Besondere Anforderungen, besondere Lösungen
Höchste Flexibilität bei minimalen Folientoleranzen – ein hoher Anspruch, dem die neue Linie mehr als gerecht wird. Zum Beispiel durch eine eigens entwickelte Düse mit internem Deckling, die für die nötige Flexibilität an der für eine Nettofolienbreite von 1.920 mm bei einer Foliendicke von 200 bis 1.300 µm ausgelegten Anlage sorgt. Auch geringere Folienbreiten lassen sich ohne große Umstellungen und Produktionsunterbrechungen erzielen. Minimale Folientoleranzen gewährleistet das um 30° bedienerfreundlich geneigte Glättwerk mit hydraulischer Spaltzustellung, in dem Spezialwalzen mit einer Breite von 2.400 mm zum Einsatz kommen. Die besonders bei hohen Linienlasten auftretende Durchbiegung wird von einer inneren Walzenlagerung aufgenommen, so dass der Walzenmantel stets parallel zum Spalt ist. Am Ende dieses optimierten Glättprozesses stehen dann stippenfreie, glasklare PET-Folien, die dann an einer Schneidstation geschnitten, auf 1600 mm-Großrollen aufgewickelt und somit für den anschließenden Tiefzieh-Prozess optimal vorbereitet werden.
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